Stellungnahme zum Kunsthauswettbewerb
15.12.2008
Heute wurde der Wettbewerb zur Kunsthauserweiterung den Medien präsentiert. Das Siegerprojekt von David Chipperfield bestätigt die Befürchtungen hinsichtlich städtebaulicher und architektonischer Fragen.
-Das wertvolle städtebauliche Ensemble der Alten Kantonsschule mit den beiden Turnhallen wird zerstört.
-Der wertvolle Grünraum mitsamt dem Baumbestand würde brutal dezimiert.
-Die Blickachse vom Pfauen (Heimplatz) zur alten Kantonsschule wird unterbrochen.
-Durch die geplante Verdichtung im Hochschulquartier, welche der Richtplan „Hochschulgebiet Zürich-Zentrum“ vorsieht, werden grüne Freiräume als Ausgleich zur Verdichtung um so wichtiger.
-Das Raumprogramm mit 13'000 m2 Nutzfläche ist zu ambitiös. Die Sammlung Bührle, die den Anstoss zur Erweiterung gegeben hat, beansprucht dagegen nur 10% der Fläche.
-Die Baukosten von 150 Millionen Franken werden angesichts der Finanzkrise nur schwer aufzutreiben sein.
-Ausser den Baukosten fallen jährliche hohe Betriebskosten an, die andern Kulturinstitutionen fehlen werden.
Wir fordern deshalb, die Planung zu überdenken und Alternativen zu prüfen
-Wir anerkennen grundsätzlich den Wunsch des Kunsthauses nach mehr Raum und sehen Chancen für eine angepasste räumliche Entwicklung am Heimplatz. Ein auf ein realistisches Mass reduziertes Raumprogramm lässt sich durch Verdichtung auf dem heutigen südwestlichen Arealteil des Kunsthauses verwirklichen.
-Denkbar ist auch ein Einbezug der Alten Kantonsschule und der beiden Turnhallen, die unterirdisch mit dem Kunsthaus verbunden werden könnten, für Ausstellungszwecke, sowie die Nutzung des Areals für einen öffentlich zugänglichen Skulpturengarten.
stellungnahme Kunsthauswettbewerb
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